• Kapitel 1: Die vegane Lösung zur Rettung der Welt > I. Ein planetarer Notfall

      • I. Ein planetarer Notfall


        Die Zeit drängt


        „Es ist höchste Zeit; wir müssen uns jetzt entscheiden. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Sie eine kluge Wahl treffen werden. In Bezug auf die Probleme mit der globalen Erwärmung haben die Wissenschaftler ganz klare Aussagen gemacht.“1
        – Ban Ki-moon

        „Wir haben eine Klimakrise, die einem planetaren Notfall gleichkommt.“
        – Al Gore

        Wenn wir gewisse kritische Punkte überschreiten, so fürchten die Wissenschaftler in aller Welt, werden die nächsten Stadien des Klimawandels nicht nur schnell eintreten, sondern auch irreversibel und katastrophal sein. Ja, es gibt bereits Anzeichen dafür, dass dieser gefährliche Zeitpunkt nahe ist, nämlich aufgrund von Beobachtungen darüber, dass in Seen und anderswo Methangas hervorquillt, das früher sicher unter einer gefrorenen Erdschicht eingelagert war.

        Niemand weiß, wann der Tag kommt, an dem es zu einer unkontrollierbaren Freisetzung enormer Mengen davon kommt, verbunden mit einem plötzlichen Temperaturanstieg, der dann eine beschleunigte Erwärmung mit einer unaufhaltsamen Eigendynamik auslösen könnte. Das wäre für uns eine Katastrophe.

        Andere verheerende Auswirkungen des Klimawandels sind bereits eingetreten: Das wärmereflektierende arktische Eis könnte in einem allzu nahen Sommer schon fast vollständig verschwunden sein; es gibt steigende Meeresspiegel und Dutzende bereits untergegangene oder vom Untergang bedrohte Inseln; abgestorbene Meeresgebiete mit Totzonen sind durch einen überhöhten CO2-Spiegel zu übersäuert, um Leben zu ermöglichen; todbringende Buschfeuer sind häufiger; ganze Wildtiergattungen sterben hundertmal schneller als normal aus; Stürme werden heftiger und zerstörerischer; krankheitsübertragende Mücken infolge sich erwärmender Regionen verbreiten sich; Gletscher verschwinden überall auf der Welt; Zehntausende Seen und Flüsse sind im Austrocknen begriffen oder bereits verschwunden, die Wüsten breiten sich aus.

        Aufgrund dieser Umweltfolgen sind zwei Milliarden Menschen von Wasserknappheit bedroht; und 20 Millionen Menschen sind in einer verzweifelten Lage – wie Flüchtlinge, aber ohne rechtlichen Schutz.

        Tatsächlich sind das fast immer die Folgen gewalttätigen menschlichen Handelns. Dabei steht der Fleischverzehr an erster Stelle.

        Die Viehzucht ist zu einem großen Teil für die weltweite Bodenerosion verantwortlich. Sie ist einer der Hauptverursacher der Wüstenbildung, des Verlusts der Artenvielfalt sowie der Wasserverschwendung und der Wasserverschmutzung – der Tatsache zum Trotz, dass infolge der Erderwärmung das Wasser von Tag zu Tag knapper wird. Außerdem lässt der Viehhaltungssektor auf ineffiziente Weise unsere fossilen Brennstoff- und Getreidevorräte dahinschwinden. Kurz gesagt, wir vergeuden zwölfmal mehr Weizen, mindestens zehnmal mehr Wasser und achtmal mehr Energie aus fossilen Brennstoffen zur Erzeugung einer Portion Fleisch, verglichen mit einer ähnlich nahrhaften oder sogar nahrhafteren Portion veganen Essens.


        Die Viehhaltung: Hauptursache für die globale Krise


        Das einzige Mittel, eine irreversible Klimakatastrophe abzuwenden, besteht darin, gegen die klimatisch gesehen verheerendste Kursrichtung vorzugehen – nämlich die Fleischproduktion. Wir haben mittlerweile alle Beweise und Informationen, um mit Sicherheit sagen zu können: Die Massentierhaltung ist der Treibhausgasverursacher Nummer eins.

        Aus den letzten im Jahr 2006 von den Vereinten Nationen veröffentlichten Forschungsergebnissen geht hervor, dass die Viehzucht mehr Treibhausgasemissionen verursacht als das gesamte Transportwesen weltweit zusammengenommen – alle Flugzeuge, Züge, Autos, Motorräder usw.2 Aktuelleren Berechnungen zufolge ist die Viehzucht für mindestens 50 % der globalen Erwärmung verantwortlich.3

        „Unsere Analyse zeigt, dass in der Tat jährlich mindestens 32.564 Millionen Tonnen CO2 oder 51 % der jährlichen THG-Emissionen weltweit auf das Konto der Viehwirtschaft und ihrer Nebenprodukte gehen.“4
        – Worldwatch Institute


        Methan wirkt sich stärker aus als CO2


        Die Viehwirtschaft verursacht den größten von Menschen gemachten Methanausstoß. Und Methan hat nicht nur die Fähigkeit, 72-mal mehr Wärme einzufangen, sondern es ist auch ein kurzlebigeres Gas. Das heißt, es verlässt die Atmosphäre viel schneller als CO2, nämlich innerhalb eines Jahrzehnts, im Gegensatz zu CO2, das Tausende von Jahren dazu braucht. Deshalb ist der schnellste Weg, den Planeten abzukühlen, die Eliminierung des Methans durch die Abschaffung der Viehhaltung.

        Ja, wir müssen gegen den wichtigsten Emissionsverursacher vorgehen.

        Ich bete dafür, dass alle weisen Regierungschefs der todbringenden Gewohnheit des Fleischverzehrs ein Ende setzen, der Haupttriebkraft, die uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt auf den Punkt ohne Wiederkehr zusteuern lässt. Andernfalls könnten alle weiteren Bemühungen der Dekarbonisierung unserer Wirtschaft zunichtegemacht werden oder von vornherein keine Aussicht auf Verwirklichung haben.

        Wir werden die Welt zerstören, wenn wir nicht aufhören,
        Fleisch und andere tierische Produkte zu essen und herzustellen.


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