• Kapitel 4: Erlass von veganen Gesetzen und Richtlinien > IV. Beispiele für gute Regierungsführung

      • IV. Beispiele für gute Regierungsführung



        Europäische Union

        Das Europäische Parlament gibt zu, dass der Fleischkonsum die Ursache der globalen Erwärmung ist, und wird in Erwägung ziehen, die Subventionen zu kürzen, die an die Fleischindustrie gehen, um sie stattdessen den Biobauern zu geben.125

        Obwohl es nicht so schnell geht, wie ich es mir wünsche, sieht es doch danach aus, dass die kritische Masse etwas bewirkt, denn es werden Fortschritte gemacht. Einige beherzte, mutige, heroische Regierungsführer tragen dazu bei, die Veränderung herbeizuführen, was sehr berührend und inspirierend ist.

        Jens Holm zum Beispiel, ein [ehemaliges] Mitglied des Europäischen Parlaments [2006-2009], arbeitet darauf hin, dass die Europäische Union Maßnahmen unternimmt, welche die Reduktion des Fleischkonsums im Auge haben, um die Treibhausgasemissionen zu verringern.126

        Deutschland

        Der deutsche Umweltminister besuchte Brasilien, um dazu beizutragen, strengere Bestimmungen durchzusetzen und die Abholzung im Zusammenhang mit der Fleischausfuhr nach Europa zu verhindern.

        Irland

        Zurzeit wird dort vielfach zur Biolandwirtschaft übergegangen. In Irland schrieb der Landwirtschaftsminister an alle irischen Landwirte und teilte ihnen mit, dass sie auf den Anbau von Biogemüse umstellen sollten und sogar subventioniert würden. Im Moment stellt ein enormer Prozentsatz von Landwirten auf Biolandbau um.

        Belgien

        Gent, eine der größten Städte Belgiens, hat den Donnerstag offiziell zum Veggie-Tag erklärt: Mit Beginn dieses Schuljahres werden jeden Donnerstag alle Schulen der Stadt vegetarische Gerichte anbieten.127

        Großbritannien

        Ich bin Seiner Hoheit Prinz Charles dankbar für seinen offenen Mut und seine furchtlose Beredsamkeit, mit der er sich für die Umwelt ausspricht. Ich respektiere ihn wirklich und spreche ihm meine Anerkennung aus. Er ist auch ein Mann der Tat und seiner Zeit voraus. Zum Beispiel hat er einen Biomarkt eröffnet und bemüht sich sehr, die weltweite Abholzung der Regenwälder aufzuhalten.

        Prinz Charles versucht auch, seinen eigenen CO2-Fußabdruck zu minimieren – etwa bei seinen Beförderungsmitteln. Er spendete auch 2,8 Milliarden USD – das sind fast drei Milliarden Dollar! – aus eigenem Vermögen für den Schutz der Wälder.128

        Ich lobe die Regierung von Großbritannien demütig für ihre Führerschaft und preise all ihre Projekte im Hinblick auf eine emissionsarme Zukunft des Landes.

        Ich möchte die wichtige Arbeit hervorheben, welche die Regierung mit ihrem Programm für nachhaltige Ernährung leistet. Schon im Jahr 2008 gab es einen von Premierminister Gordon Brown in Auftrag gegebenen Bericht zur Beurteilung der Ernährungspolitik in Großbritannien, der bestätigte, dass „eine gesunde, ressourcenschonende Ernährung weniger Fleisch und Milcherzeugnisse enthalten würde als wir heutzutage für gewöhnlich essen.“129

        Seitdem wurde dieselbe Idee von der Regierung Großbritanniens gefördert, zum Beispiel von Regierungsberater Professor Tim Lang vom Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) und vom Klimawandelkomitee.130 Die Regierung hilft den Landwirten sogar, umweltfreundlicher zu werden, indem sie einen Ratgeber mit dem Titel „Die Regeln guter landwirtschaftlicher Praxis“131 veröffentlicht.

        Großbritannien hat auch Regierungsmitglieder, die selbst zur pflanzlichen Kost übergegangen sind oder sie befürworten, etwa der Minister für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft Hilary Benn, der Parlamentsabgeordnete David Drew und der Vizepräsident des EU-Parlaments Edward McMillan. Dies sind gute Zeichen, die in die richtige Richtung weisen. Alle Nationen könnten davon profitieren, wenn sie dem Beispiel Großbritanniens nacheifern.

        Die Regierung muss zum mutigen Vorreiter werden. Ich hoffe, dass die Regierung Großbritanniens die Gelegenheit ergreifen wird, wegweisend bei der Rettung der Erde zu wirken. Ich hoffe, dass Großbritannien die Führungsrolle in dieser Sache übernehmen wird. Kurzum, jedwede britische Friedenspolitik, konstruktive Hilfe, ein mitfühlender veganer Lebensstil sowie Umweltschutzprojekte sind das Beste. Die Regierung Großbritanniens kann in diesen Bereichen vieles vorschlagen bzw. umsetzen.

        Die Vereinigten Staaten

        In den USA haben das Repräsentantenhaus von Hawaii und der Senat einstimmig einen Beschluss verabschiedet mit der Forderung, in den Schulen Hawaiis vegane und vegetarische Mahlzeiten anzubieten.132

        Im Rahmen ihres neuen Klima-Aktionsplans war Cincinnati, Ohio, die erste amerikanische Stadt, die dazu ermunterte, weniger Fleisch zu essen, um die globale Erwärmung zu stoppen.133

        Regierungsmitglieder sprechen offen über die Vorteile des Vegetarismus. Zum Beispiel unterstützte gerade diesen Sommer der vegan lebende US-Kongressabgeordnete Dennis Kucinich den allerersten „Vegan Earth Day“, der in Kalifornien sowohl für Vegetarier als auch für Nicht-Vegetarier stattfand.134

        Anfang April [2009] initiierte Senator Jamie Raskin aus Maryland, USA, der sein Leben lang Fleischesser gewesen war, eine vegetarische Woche, um der Umwelt persönlich zu helfen. Von da an blieb er Vegetarier und wird im September Redner bei einem nationalen Veggie-Fest sein. Gute Neuigkeiten.135

        [2009 riefen die öffentlichen Schulen Baltimores den fleischfreien Montag aus.136]

        [Im April 2010 erklärte San Francisco als erste Stadt der USA einen Wochentag zum Veggie-Tag. Der Stadtrat von San Francisco bewilligte einstimmig einen Beschluss, mit dem Restaurants, Lebensmittelgeschäfte und Schulen angeregt werden sollen, montags ihr fleischloses Angebot auszuweiten.137]

        [Das House Education and Labor Committee der USA erließ ein Gesetz für Schulmahlzeiten, das biologische und vegane Pilotprojekte einschließt.]

        Formosa (Taiwan)

        In Formosa gab Präsident Ma Ying-jeou bekannt, dass der Verzehr von mehr Gemüse und weniger Fleisch eine der wichtigsten Veränderungen im Lebensstil ist, die die Leute vollziehen können, um die Emissionen zu senken.

        Dass ein politischer Führer das sagt, ist wirklich mutig und ein sehr großer Schritt. Seine Frau, die First Lady von Formosa, gab den Kindern ebenfalls ein Beispiel, indem sie ihnen einen Artikel darüber vorlas, wie man die globale Erwärmung stoppt, weniger Fleisch und mehr Gemüse und Obst isst, um so die Emissionen zu reduzieren.

        Präsident Ma Ying-jeou und das gesamte Präsidialamt unterzeichneten eine Erklärung mit Maßnahmen zur Reduzierung von CO2, die u. a. beinhaltete, lokale Produkte und mehr Gemüse und weniger Fleisch zu verzehren.

        Schließlich gelobten durch das Unterzeichnen einer Petition über eine Million Menschen in Formosa (Taiwan), ihren Fleischkonsum zu reduzieren.138
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