• Kapitel 3: Bio-Veganismus zur Heilung des Planeten > I. Die Abkühlung des Planeten und die Wiederherstellung einer gesunden Umwelt

      • I. Die Abkühlung des Planeten und die Wiederherstellung einer gesunden Umwelt


        Beseitigung von Methan, Ruß und anderen Treibhausgasen


        Die Nutztierhaltung – die bedeutendste Quelle für den Methanausstoß

        Kohlendioxid ist nicht die schlimmste Bedrohung für uns, sondern Methan.
        Und Methan stammt aus der Nutztierhaltung.


        Wir können damit beginnen, den größten Methanproduzenten der Welt zu beschneiden, nämlich die Viehzucht. Um also den Planeten am schnellsten abzukühlen, müssen wir mit dem Fleischkonsum aufhören, um die Viehzucht zu beenden und damit auch die Treibhausgase, das Methan und andere giftige Gase aus der tierverarbeitenden Industrie zu stoppen.

        Treibhausgase und ihre globalen Erwärmungspotentiale

        Treibhausgase

        CO2
        (Kohlendioxid)

        CH4
        (Methan)

        N2O
        (Lachgas)

        Globales Erwärmungspotential (GWP)* 1 25* 298*
        Vorindustrielle Konzentration in der Atmosphäre 280 ppm 0,715 ppm 0,270 ppm
        Konzentration in der Atmosphäre im Jahr 2005 379 ppm
        1,774 ppm 0,319 ppm
        Prozentualer Anteil der Nutztierwirtschaft** 9 %
        37 %
        65 %

        * Über einen Zeitraum von 100 Jahren sind Methan und Lachgas im Durchschnitt 25- bzw. 298-mal stärker wirksam hinsichtlich ihres Treibhausgaspotentials. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 20 Jahren ist Methan 72-mal stärker wirksam. [Ein Teil pro Million (ppm) bezeichnet einen Teil auf 1.000.000 Teile.]
        Quelle: Vierter Sachstandsbericht des IPCC, 2007, Tabelle 2.14

        ** Steinfeld et al.: „Der lange Schatten der Nutztierhaltung“, 2006

        Wenn jeder Einzelne auf der Welt zu dieser einfachen, aber höchst wirksamen Ernährungsweise ohne tierische Produkte übergehen würde, könnten wir im Handumdrehen die Auswirkungen der globalen Erwärmung rückgängig machen. Dann hätten wir Zeit, langfristige Maßnahmen, wie zum Beispiel nachhaltigere Technologien, einzuführen und könnten so auch das CO2 aus der Atmosphäre entfernen.

        Tatsache ist: Wenn wir es unterlassen, die Fleischproduktion zu stoppen, wird entweder die Wirkung all dieser nachhaltigen Bemühungen zunichtegemacht oder wir verlieren aus diesem Grund den Planeten, noch bevor wir überhaupt eine Chance hatten, verstärkt nachhaltige Technologien wie zum Beispiel Windkraft, Solarenergie oder Hybridautos einzusetzen.

        Forscher der NASA haben erst vor Kurzem bekannt gegeben, dass Methan – das hochwirksame Treibhausgas, dessen wichtigste vom Menschen geschaffene Ursache die Massentierhaltung ist – über einen Zeitraum von fünf Jahren 100-mal mehr Wärme zurückhält als Kohlendioxid.

        „Über einen Zeitraum von 20 Jahren erwärmt Methan die Erde 72-mal stärker als CO2.“62
        – Weltklimarat IPCC

        „Über einen Zeitraum von fünf Jahren erwärmt Methan die Erde 100-mal stärker als CO2.“
        „Eine heute emittierte Tonne Methan erzeugt in einem Jahr mehr Wärme als eine heute ausgestoßene Tonne CO2 bis 2075.“
        63
        – Dr. Kirk Smith, Professor für globale Umweltgesundheit, University of California, Berkeley

        Bitte bedenken Sie auch Folgendes: Obwohl die Nutztierhaltung angeblich 18 % der globalen Treibhausgasemissionen erzeugt – und das ist mehr als das gesamte Transportwesen weltweit zusammengenommen –, ist diese Zahl in Wirklichkeit zu niedrig angesetzt, denn kürzlich überarbeitete Berechnungen haben ergeben, dass der Anteil der Nutztierhaltung an den gesamten Emissionen weltweit mehr als 50 % beträgt. Ich wiederhole: Die Nutztierhaltung erzeugt nach neuen Berechnungen möglicherweise mehr als 50 % der gesamten globalen Emissionen – mehr als 50 % stammen aus der Nutztierhaltung. Ihre Abschaffung wäre also die vorrangige Lösung.64

        Die Gefahr von Methanhydrat und Schwefelwasserstoff

        Wenn es kalt ist [befindet sich das Methanhydrat] einfach in komprimierter Form [unter dem Meeresboden] und liegt dort, ohne Schaden anzurichten. Jetzt aber, wo das Klima wärmer wird, steht eine Freisetzung dieser Gase bevor. Schon jetzt beginnen sie in die Atmosphäre zu entweichen, wie Ihnen aus wissenschaftlichen Berichten bekannt ist. Und täglich schmilzt die Permafrost-Schicht.65

        Es gibt bereits Anzeichen, dass diese gefährliche Zeit auf uns zukommt, da wir beobachten können, dass in Seen und anderswo Blasen von Methangas aufsteigen, das bis jetzt sicher unter einer gefrorenen Erdschicht eingelagert war.
        66 Niemand weiß, wann der Tag kommt, an dem enorme Mengen unkontrolliert freigesetzt werden und einen plötzlichen Temperaturanstieg verursachen, der dann ein Katalysator für eine nicht mehr kontrollierbare Erwärmung wäre. Für uns wäre das eine Katastrophe.

        „Der Permafrost ist wie eine Zeitbombe kurz vor der Explosion – mit seinem fortschreitenden Abtauen können Tausende Megatonnen Methan in die Atmosphäre entweichen und die Erwärmung des Klimas verstärken. Diese neu entdeckte Methanquelle wurde bis jetzt noch nicht in den Klimamodellen berücksichtigt.“67 [eine Megatonne = eine Million Tonnen]
        – Dr. Katey Walters, Ökologin für Wasser-Ökosysteme an der Universität Alaska

        Methan ist nicht unsere einzige Sorge. Es kommen so viele Gase aus dem Ozean. [Zum Beispiel] wird das Aussterben von mehr als 90 % der Lebewesen in der Frühgeschichte unserer Erde dem Schwefelwasserstoff zugeschrieben.68

        Je nach Höhe der Konzentration kann allein der Schwefelwasserstoff Irritationen verschiedener Körperorgane wie Augen, Nase oder Hals verursachen wie auch eine Verengung der Atemwege, spontane Fehlgeburten, Beeinträchtigung der Körperfunktionen, Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen, Husten, Atemnot, Schädigungen der Augen, Schock, Koma, Tod etc.

        Wir könnten sogar durch das Gas sterben, ganz zu schweigen von der Erderwärmung. Schon jetzt wird bereits so viel Methan in die Atmosphäre freigesetzt, dass, wissenschaftlichen Forschungen zufolge, die Menschen an mehr Geisteskrankheiten oder anderen körperlichen Beeinträchtigungen leiden.

        Methangas kann Kopfschmerzen, Zusammenbruch des Atemapparats, Herzversagen und in höheren Dosen Tod durch Ersticken verursachen. Es ist ähnlich wie bei Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Methan ist 23-mal tödlicher als CO2.

        Weitere tödliche Gase aus der Nutztierhaltung

        Weitere tödliche, giftige Gase stammen ebenfalls aus der Viehzucht. Sie ist mit 65 % die weltweit wichtigste Quelle von Lachgas, einem Treibhausgas, das ein annähernd 300-mal höheres Erwärmungspotential hat als CO2. Von ihr stammen auch 64 % des gesamten Ammoniaks, das sauren Regen und Schwefelwasserstoff erzeugt – ein tödliches Gas. Das Ende der Nutztierhaltung bedeutet also die Beseitigung all dieser tödlichen Gase, einschließlich des Methans.69

        Die verheerenden Auswirkungen von schwarzem Kohlenstoff

        Schwarzer Kohlenstoff ist ein Treibhauspartikel, das 680-mal mehr Wärme zurückhält als CO2, und er ist die Ursache für das noch schnellere Abschmelzen der Eismassen und der Gletscher auf der ganzen Welt. Bis zu 40 % der Emissionen von schwarzem Kohlenstoff stammen von den Wäldern, die um der Nutztierhaltung willen abgebrannt werden.

        Wissenschaftler haben herausgefunden, dass 60 % der Rußpartikel in der Antarktis durch den Wind aus südamerikanischen Wäldern dorthin geweht wurden – Wälder, die abgebrannt werden, um Land für die Viehzucht zu roden.70

        Stoppt die Fleischproduktion, um einen schnellen Abkühleffekt zu erreichen

        Wenn wir in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren die Abkühlung unseres Planeten erleben wollen, ist es effektiver, zuerst das Methan zu reduzieren. Und weil die größte Ursache für Methan auf dem Planeten die Nutztierhaltung ist, ist vegan zu leben der schnellste Weg, das Methan zu verringern. So erreichen wir erfolgreich und schnell eine Abkühlung des Planeten.

        Der US-amerikanische Forscher und Mitglied des Weltklimarats IPCC, Dr. Kirk Smith, hat aufgezeigt, dass die Verflüchtigungsrate von Methan innerhalb von nur wenigen Jahren die von CO2 übertrifft; und innerhalb von zehn Jahren ist es komplett verschwunden. CO2 hingegen bleibt in der Atmosphäre und erwärmt den Planeten für Tausende von Jahren! Wenn wir also eine schnellere Abkühlung des Planeten erreichen wollen, müssen wir die Gase beseitigen, die rasch aus der Atmosphäre verschwinden.71

        Mit anderen Worten: Methan richtet kurzfristig viel mehr Schaden an, aber wenn wir es stoppen, gelingt es uns sehr schnell, die Tendenz der globalen Erwärmung rückgängig zu machen.

        Das Beste ist, mit dem Fleischessen aufzuhören, mit dem Töten von Tieren aufzuhören und auch mit der Tierzucht.
        Dann gibt es auch kein Methangas und kein Lachgas mehr! Wir verringern damit die Luftverschmutzung um ein gutes Stück, wir bremsen den Prozess der globalen Erwärmung. Wie ich schon sagte, 80 % davon werden fast sofort eliminiert und die Ergebnisse werden innerhalb von ein paar Wochen sichtbar sein.


        Schützt die Meere


        Stoppt die Entstehung von Totzonen

        Wenn wir die Viehhaltung stoppen, ergeben sich weitere riesige Vorteile. Totzonen in den Meeren werden zum Beispiel in erster Linie dadurch verursacht, dass Dünger, der hauptsächlich aus dem Anbau von Futtermitteln stammt, ins Meer gelangt.

        Totzonen sind eine ernsthafte Bedrohung der Meeres-Ökosysteme, aber sie können wieder belebt werden, wenn wir damit aufhören, sie durch unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Viehhaltung zu verschmutzen.

        Die riesengroße Totzone im Golf von Mexiko von der Größe New Jerseys, wo alles maritime Leben erstickt, ist zum allergrößten Teil die Folge der Stickstoffeinleitung ins Meer im Mittleren Westen der USA. Dieser Stickstoff stammt aus den Ausscheidungen der Nutztiere und dem Dünger für den Anbau von Futtermitteln. Diese Abwässer sind giftig. Sie enthalten Antibiotika, Hormone, Pestizide und eine 10- bis 100-mal höhere Konzentration tödlicher, krankheitserregender Keime wie E.-coli-Bakterien und Salmonellen als die vom Menschen produzierten Abwässer.72

        1995 barst in North Carolina ein acht Hektar großes Güllebecken mit Schweinemist, wobei mehr als 94 Millionen Liter dieser giftigen Abwässer ausliefen – zweimal so viel wie bei der berüchtigten Ölkatastrophe der Exxon Valdez. Aufgrund des Stickstoffgehalts der Abwässer wurden Hunderte Millionen von Fischen im New River sofort getötet und weitere schädliche Auswirkungen folgten bald, als die Verseuchung das Meer erreichte.73

        „Die Anzahl sauerstoffarmer Totzonen im Meer ist von nur 49 in den 1960er-Jahren auf 405 im Jahre 2008 angestiegen.“74
        – Robert J. Diaz und Rutger Rosenberg, Spitzen-Meeresökologen

        Stoppt den Fischfang und sorgt für eine Wiederbelebung des Lebens in den Meeren

        Wir brauchen dringend die Fische im Meer, um die Ozeane
        im Gleichgewicht zu halten; andernfalls ist unser Leben in Gefahr.


        Der Fischfang trägt in erster Linie deswegen zur globalen Erwärmung bei, weil er die komplexen Ökosysteme der Weltmeere stört. Es ist äußerst wichtig, dass die Meeres-Ökosysteme im Gleichgewicht sind, da mehr als zwei Drittel des Planeten von Meeren bedeckt sind.

        Das Meer ist ein sehr komplexes Ökosystem, in dem jedes Lebewesen eine einzigartige Funktion hat. Wenn wir also auch nur einen kleinen Fisch zum menschlichen Verzehr herausnehmen, schaffen wir ein Ungleichgewicht im Meer. Tatsächlich können wir bereits eine Auswirkung dieses Ungleichgewichts auf die Meeressäugetiere beobachten.

        Stoppt den Fischfang, dann wird sich das Leben im Meer sprungartig regenerieren. Nach starker Überfischung, die das Verschwinden der Sardinen vor der Küste Namibias zur Folge hatte, haben Ausbrüche schädlicher Gase eine Totzone geschaffen, durch welche die Ökosysteme dieses Gebietes zerstört werden, zurückzuführen auf die Abwesenheit dieser einen bescheidenen, aber ökologisch wertvollen und einflussreichen Gattung.75

        Das Überfischen hat dazu geführt, dass die übrig gebliebenen Fische kleiner sind. Um auch kleinere Fische zu fangen, ist die Maschengröße der Netze verkleinert worden, was wiederum dazu führte, dass nun auch andere Fische gefangen werden. Dadurch werden sogar noch weitere Meeres-Ökosysteme zerstört und der Tod von noch mehr Fischen verursacht. Diese werden entweder zu Tierfutter vermahlen, als Dünger genutzt oder tot ins Meer zurückgeworfen. Zum Beispiel werden für jede einzelne Tonne gefangener Garnelen drei weitere Tonnen Fische getötet und weggeworfen.

        Außerdem wurde in einer US-amerikanischen Studie aufgezeigt, dass Schweine und Hühner mit mehr als doppelt so vielen Meerestieren zwangsernährt werden, wie das gesamte japanische Volk verzehrt; und mit sechsmal so viel, wie die Menschen in den USA zu sich nehmen. Mindestens ein Drittel aller heute auf der Welt gefangenen Fische wird an das Vieh verfüttert, nicht einmal an uns Menschen.

        „Wenn die diversen Schätzungen, die uns bekannt geworden sind, wahr werden, dann sind wir so weit, dass wir heute in 40 Jahren praktisch keine Fische mehr haben.“76
        – Pavan Sukhdev, Leiter der UN-Initiative „Grüne Wirtschaft“ des UN-Umweltprogramms

        Ein weiterer schädigender Zustand ist die Übersäuerung. Das Fehlen bestimmter Fische führt zu einem höheren Säuregehalt des Meeres, was wiederum ein Schwinden der CO2-Absorptionsfähigkeit des Meeres nach sich zieht.

        Fischfarmen sind vergleichbar mit der Massentierhaltung an Land. Dort gibt es ähnliche Umweltprobleme, deren Auswirkungen u. a. die Verschmutzung der Gewässer sind. In diesen Farmen werden die Fische in großen, durch Netze abgetrennten Arealen vor der Meeresküste gehalten. Dabei gelangen nicht verzehrtes Futter, Fischkot, Antibiotika oder andere Medikamente und Chemikalien in die umgebenden Gewässer, wo sie unsere Ökosysteme schädigen und unsere Trinkwasserquellen verschmutzen.

        All jene also, die glauben, dass der Verzehr von Fisch nicht so viele Umweltschäden verursacht: Bitte denken Sie noch einmal darüber nach! Der Verzehr jeglicher tierischer Produkte hat negative Auswirkungen auf unsere Meere und auf unsere Welt.


        Stoppt die Wasserknappheit


        Die Nutztierhaltung: der größte Wasserschlucker

        „Wir müssen unsere landwirtschaftlichen Methoden und die Art, wie wir mit unseren Wasservorräten umgehen, überdenken, denn die Landwirtschaft und die Nutztierhaltung sind für 70 % des Süßwasserverbrauchs und bis zu 80 % für die Entwaldung verantwortlich.“
        – Ban Ki-moon

        Wasser bedeutet alles für unsere Existenz. Wir müssen sparsam mit dem Wasser umgehen; wir müssen alles tun, was wir können. Und der allererste Schritt dazu ist, vegan zu leben, denn die Viehzucht verbraucht über 70 % des sauberen Wassers unseres Planeten.

        Während 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem Trinkwasser haben, verschwenden wir jedes Jahr 3,8 Billionen Tonnen kostbaren sauberen Wassers für die Nutztierhaltung.

        Es gibt [über] sechs Milliarden Menschen auf dieser Welt, und die Grundwasserquellen für Brunnen, von denen die Hälfte unserer Weltbevölkerung abhängig ist, sind im Schwinden begriffen und vertrocknen. Und die zehn größten Flusssysteme auf der Erde trocknen aus oder versickern. Und drei Milliarden Menschen haben nicht genug Wasser.

        Haben wir nicht genug Wasser?
        Für eine Portion RINDFLEISCH braucht man über 4664 Liter Wasser.
        Für eine Portion HUHN braucht man 1249 Liter Wasser.
        Für eine komplette VEGANE Mahlzeit mit TOFU, REIS und GEMÜSE
        braucht man nur 371 Liter Wasser.77

        Selbst wenn wir nicht duschen, nicht Zähne putzen, erreichen wir nichts, wenn wir den Fleischkonsum nicht stoppen.

        Die Amerikaner fürchten sich bereits vor Wasserknappheit. Ihre Gletscher sind stark abgeschmolzen. Und die Flüsse führen weniger Wasser. In nur ein paar Jahren könnte das Wasser vielleicht nicht einmal mehr für die 23 Millionen Menschen reichen, die dieses Wasser zum Überleben brauchen.78

        Biovegane Ernährung: Einsparung von über 90 % der Weltwasserreserven


        Zahlenmaterial aus folgender Quelle: Marcia Kreith: „Wasserverbrauch in der kalifornischen Nahrungsmittelproduktion“, Water Education Foundation, September 1991, Tabelle E3, S. 28

        Die Fleischproduktion verbraucht gewaltige Wassermengen. Bis zu 4664 Liter frischen, guten, sauberen Wassers sind notwendig, um eine einzige Portion Rindfleisch zu produzieren.79 Im Gegensatz dazu werden für eine komplette vegane Mahlzeit nur 371 Liter Wasser benötigt. Das sind über 90 % weniger.

        Wir können die Wasserknappheit eindämmen. Angesichts der Dürreperioden, die immer mehr Bevölkerungsgruppen heimsuchen, können wir uns nicht leisten, Wasser zu verschwenden. Wenn wir also die Wasserknappheit stoppen und das wertvolle Wasser erhalten wollen, muss der Verbrauch von Tierprodukten aufhören.


        Erhaltet das Land


        Stoppt Überweidung und Wüstenbildung

        Die Nutztierhaltung ist der größte Einzelfaktor beim Landverbrauch durch den Menschen und die Triebkraft Nummer eins für die Zerstörung des Regenwaldes.

        Wir müssen die Weidewirtschaft stoppen, um unseren Boden und unser Leben zu schützen. Überweidung infolge der Nutztierhaltung ist ein Hauptgrund für Versteppung und andere Schäden und ist verantwortlich für mehr als 50 % der Bodenerosion.

        Nur 30 % der Erdoberfläche sind von Land bedeckt. Von diesen kostbaren 30 % wird ein Drittel nicht wirklich für unser Überleben genutzt, sondern als Viehweiden oder für den Anbau von Tonnen von Futtermitteln – all das, nur um ein paar Stücke Fleisch zu produzieren.

        Zum Beispiel werden ca. 400 Millionen Hektar oder 80 % aller landwirtschaftlichen Anbauflächen in den USA und ungefähr die Hälfte der Gesamtfläche der USA für die Fleischproduktion genutzt. Im Gegensatz dazu werden weniger als 1,2 Millionen Hektar für den gesamten Gemüseanbau des Landes verwendet.80

        In Mexiko ist es, neuesten Forschungen zufolge, durch die Folgeschäden der Rinderwirtschaft bereits zu einer Versteppung von 47 % des Landes gekommen.81 Und weitere 50-70 % des Landes leiden mehr oder weniger unter Dürre.

        Die Rodung des Landes für die Nutztierhaltung hat zu Instabilität und zu einer ernstzunehmenden Verschlechterung der Böden in weiten Teilen Mexikos geführt. In den nördlichen Regionen Mexikos sind fast zwei Drittel des Landes als in einem Zustand totaler oder fortschreitender Erosion befindlich eingestuft.82 Wenn das Vieh die gesamte Vegetation auffrisst und das Land zertrampelt, hinterlässt es betonharte Böden, auf denen nichts mehr wächst. Das verschlimmert die globale Erwärmung, weil von den sterbenden Pflanzen und dem nackten Boden mehr Kohlenstoff freigesetzt wird.


        Beseitigung des Welthungers


        Wenn alle Menschen Pflanzenkost äßen, gäbe es genug Nahrung,
        um zehn Milliarden Menschen satt zu machen.


        Verschwendung von Land für die Nutztierhaltung

        Haben wir nicht genügend Nahrung?
        Wie viele Menschen auf der Welt hungern?
        1,2 Milliarden Menschen.
        Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind.
        Das Getreide, das im Moment an das Vieh verfüttert wird,
        reicht aus, um fast zwei Milliarden Menschen zu ernähren.83
        – Julie Gellatley und Tony Hardle

        90 % der gesamten Soja-, 80 % der gesamten Mais- und 70 % der gesamten Getreideernte der USA werden für die Viehmast verfüttert, während mindestens acht Millionen Hungernde damit ernährt werden könnten.84 Menschen hungern; alle paar Sekunden sterben Kinder, denn wir nutzen zu viel Land, zu viel Wasser, zu viel Futter für das Vieh anstatt für die Menschen.

        Wenn wir kein Fleisch essen, können wir in Zukunft die landwirtschaftlichen Produkte, das Getreide zur Ernährung der Menschen nutzen, anstatt weiter Zuchttiere damit zu füttern. Dann gibt es keinen Hunger mehr und auch keinen Krieg infolge von Hunger. Die Wirkung ist immens.

        Landnutzungseffizienz


        Zahlenmaterial aus folgender Quelle: USDA; FAO/WHO/UNICEF Protein Advisory Group [US- Landwirtschaftsministerium; Eiweiß-Ratgeber-Gruppe von FAO/WHO/UNICEF], 2004

        „Sechs bis zwölf Pfund pflanzliches Eiweiß sind nötig
        für die Produktion von einem Pfund Fleisch.
        Die Erzeugung von einem Pfund Fleisch erfordert
        ca. tausendmal mehr Wasser als die Erzeugung von Kartoffeln oder Weizen.
        Zwei Hektar Land sind nötig, um einen Omnivoren zu ernähren.
        0,5 Hektar Land sind nötig, um 20 Veganer zu ernähren.
        Man braucht also praktisch 80-mal mehr Land für den Lebensstil
        eines Omnivoren als für den eines Veganers.85
        – Gary L. Francione, Juraprofessor, juristische Fakultät der Universität Rutgers,
        USA, Veganer


        Je mehr ökologische, natürliche Anbaumethoden wir außerdem anwenden, desto mehr Nahrung haben wir, desto gesünder werden wir und desto gesünder wird der Boden. Und dann erholt sich der Boden und wir haben bald Nahrung in Hülle und Fülle.


        Stoppt die Abholzung der Wälder


        Wir müssen die Entwaldung verbieten und natürlich mehr Bäume pflanzen. Überall, wo es Bodenerosion oder unbebautes Land gibt, müssen wir Bäume pflanzen.

        Die Entwaldung wird auch in hohem Maße durch die Fleischproduktion vorangetrieben. Während die Vereinten Nationen schätzen, dass ungefähr 20 % aller Treibhausgasemissionen auf die Entwaldung zurückzuführen sind, hat fast die gesamte Entwaldung etwas mit der Fleischproduktion zu tun.86 80 % des gerodeten Amazonas-Urwaldes sind als Weideland ausgewiesen, um die Tiere schlachtreif zu mästen. Und auf dem Rest wird Soja angebaut, das ebenfalls vorwiegend als Tierfuttermittel verwendet wird.

        Jedes Jahr holzen wir Waldflächen in der Größe Englands ab, nur um Tiere zu züchten. Das ist der Grund für die Aufheizung unseres Planeten. Und dann gibt es vielerorts Probleme mit Dürren und Überschwemmungen.

        Jede Sekunde wird ein Regenwaldgebiet von der Größe eines Fußballfeldes zerstört, nur um 250 Hamburger zu produzieren.87

        Für jeden Hamburger aus Rindfleisch gehen uns 55 Quadratmeter Regenwald verloren.88

        Wälder spielen eine enorme Rolle bei der Absorption von CO2. So sind zum Beispiel die Wälder im Pazifischen Nordwesten der USA in der Lage, die Hälfte aller Emissionen des US-Bundesstaates Oregon zu absorbieren.

        Der Umweltorganisation Greenpeace zufolge befinden sich 8 % des weltweit in den Wäldern gespeicherten Kohlenstoffs in den ausgedehnten Regenwäldern des Kongobeckens in Zentralafrika. Die Wissenschaftler sagen voraus, dass die fortgesetzte Entwaldung im Kongo die gleiche Menge CO2 freisetzen wird, die in den letzten 60 Jahren von Großbritannien ausgestoßen wurde!89 Es ist also wichtig, die Wälder zu erhalten, solange es noch möglich ist.

        Bäume ziehen Regen an, halten den Boden fest und stoppen die Erosion. Und [sie] geben Sauerstoff ab, spenden Schatten und sind [eine] Heimat für die umweltbewussten Freunde des Waldes, die Tiere, die ihrerseits auf eine gute, ökologische Weise unseren Planeten in Schuss halten.

        Bei der Entwaldung geht es nicht nur um die dauerhafte Veränderung der globalen Temperaturen, Niederschläge und Wettermuster, die durch die Wälder reguliert werden. Es geht nicht nur um die Millionen von Menschen, die vielleicht ihren Lebensunterhalt verlieren, der von den Wäldern abhängt. Es geht um mehr, nämlich um das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten, das hundertmal schneller voranschreitet als von der Natur vorgesehen und das unsere Ökosysteme zerstört.

        Zum Glück liegt die Lösung auf der Hand: Es ist die biovegane Lösung. Wir müssen akzeptieren, dass diese biovegane Lösung jetzt die alleinige Lösung zur Rettung unseres Planeten ist.

        Das Weideland und die Anbauflächen für Futtermittel könnten zu Wäldern werden, die zur Reduzierung der globalen Erwärmung beitragen. Und noch etwas: Wenn man das gesamte anbaufähige Land in Ackerflächen für Ökogemüseanbau umwandelte, würden nicht nur die Menschen ausreichend mit Nahrung versorgt, sondern es könnten auch bis zu 40 % aller Treibhausgase in der Atmosphäre absorbiert werden. Das käme zu der Beseitigung von über 50 % der durch die Nutztierhaltung verursachten Emissionen noch hinzu.90

        Kurz gesagt, einfach nur durch den Übergang zu einer tierfreien, veganen, biologischen Lebensweise eliminieren wir die meisten von Menschen gemachten Treibhausgase.


        Spart Energie


        Energiekosten der Fleischproduktion

        Die Fleischproduktion verbraucht viel Energie und ist äußerst unwirtschaftlich. Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch verbraucht 169 Megajoule (169 Millionen Watt) Energie, genug Energie, um mit einem durchschnittlichen europäischen Auto 250 Kilometer weit zu fahren!

        Für ein Rindersteak von ca. 170 Gramm wird 16-mal mehr Energie aus fossilen Brennstoffen verbraucht als für eine vegane Mahlzeit aus drei Arten von Gemüse plus Reis.

        Quelle für das Zahlenmaterial: Gidon Eshel und Pamela A. Martin: „Diet, Energy, and Global Warming [Ernährung, Energie und globale Erwärmung]“, in: Earth Interaction, Band 10 (2006), Paper Nr. 9

        Der Vorsitzende des Weltklimarates der Vereinten Nationen (IPCC), Dr. Rajendra Pachauri, weist darüber hinaus darauf hin, dass für Fleisch eine ununterbrochene Kühlkette bei der Lagerung und beim Transport erforderlich ist, ebenso wie bei Anbau und Transport der Futtermittel für die Tiere eine Menge Verpackungsmaterial, zudem eine lang andauernde Zubereitung bei hohen Temperaturen, wobei große Mengen tierischer Abfälle anfallen, die ebenfalls aufbereitet und entsorgt werden müssen. Die Fleischproduktion ist so kostenintensiv und ineffizient, so wenig nachhaltig, dass es sich wirtschaftlich gesehen nicht lohnt, Fleisch herzustellen.91

        Was Fleisch wirklich kostet

        „Um ein Pfund Rindfleisch zu produzieren, braucht man etwa 9500 Liter Wasser, 5,5 Kilogramm Getreide, 16 Kilogramm Mutterboden und ein Energieäquivalent von etwa vier Litern Benzin. Würden sich alle diese Kosten im Produktpreis niederschlagen, würde der billigste Hamburger in den USA ohne Subventionen 35 USD kosten.“92
        – John Robbins


        Wiederherstellung der Biodiversität


        Alles auf diesem Planeten, wir eingeschlossen, steht miteinander in Beziehung; und wir helfen einander, unser Leben hier angenehm und lebenswert zu gestalten. Aber wenn wir das nicht wissen, bringen wir uns selbst um. Jedes Mal, wenn wir einen Baum oder ein Tier töten, töten wir einen kleinen Teil von uns selbst.

        Quelle: Secretariat of the Convention on Biological Diversity, Global Biodiversity Outlook 3, 2010, http://www.cbd.int/doc/publications/gbo/gbo3-final-en.pdf, S. 28

        Viele Meeres- und Süßwasserfischarten sind bereits ausgestorben, wobei komplette Wasserökosysteme, wie zum Beispiel Korallenriffe, durch Praktiken wie die Schleppnetz-Fischerei und das Fischen mit Sprengsätzen dezimiert worden sind. An Land ist der Fleischkonsum dafür verantwortlich, dass riesige Flächen für den Anbau von Weidefutter sowie Soja, das an Nutztiere verfüttert wird, gerodet werden.

        Durch diese Aktivitäten, die wesentlich zur Verringerung unserer Artenvielfalt beitragen, ist die Zahl der ausgerotteten Tier- und Pflanzenarten alarmierend angestiegen.93


        Rückgängigmachung der Verschmutzung der Flüsse und Böden


        Wenn wir wirklich unser sauberes, gesundheitlich unbedenkliches Wasser für uns und unsere Kinder erhalten wollen, müssen wir die Viehwirtschaft stoppen und zu einer pflanzlichen Ernährung übergehen.

        Die US-Umweltschutzbehörde schätzt, dass die Agrarwirtschaft, die hauptsächlich der Fleischproduktion dient, zu fast drei Viertel der landesweiten Wasserverschmutzung beiträgt.94 Eine einzige Schweinefarm, mit – sagen wir – 500.000 Schweinen verursacht jährlich mehr Abfall als die eineinhalb Millionen Einwohner von Manhattan in New York City. Im Staat Virginia produzieren allein die Geflügelfarmen eineinhalbmal mehr umweltschädlichen Stickstoff als alle Menschen, die im gleichen Gebiet wohnen. Es gibt keine gesetzlichen Bestimmungen zur Regulierung dieses Misstands.

        Die 1,8 Millionen Schweine in Irland verursachen mehr Exkremente als die gesamte 4,2 Millionen starke Bevölkerung des Landes!

        Da der Boden nicht alles aufnehmen kann, fließt ein großer Teil der überschüssigen Gülle in unsere Flüsse und versickert im Boden. Wir sprechen über eine horrende Menge toxischer Stoffe, die eine erschreckende Anzahl von Problemen aufwerfen, einschließlich giftiger Gase wie Schwefelwasserstoff und Ammoniak, Pestizid-Rückstände, Hormone, Antibiotika und Bakterien wie E.-coli-Bakterien, die zu Lebensmittelvergiftungen und sogar zum Tod führen können, was auch oft der Fall ist.

        Neben der Gülle werden chemische Düngemittel, die zum Anbau der Futterpflanzen für die Nutztiere ausgebracht werden, in die Gewässer gespült und verursachen, wie durch Wissenschaftler dokumentiert wurde, Totzonen und das massenhafte Auftreten giftiger Algen – diese grünen, moosartigen Gewächse im Wasser.

        Ein solches Vorkommnis gab es erst kürzlich in der Bretagne in Frankreich, wo fast die gesamte Viehwirtschaft des Landes und ein Drittel der industriellen Milchproduktion angesiedelt ist. An der bretonischen Küste führen diese tierischen Exkremente und die mit Chemikalien angereicherten Abwässer, die ins Meer fließen, zum Wachstum giftiger Algen, die das tödliche Gas Schwefelwasserstoff absondern. Kürzlich war in den Nachrichten von einem Pferd die Rede, das innerhalb einer halben Minute starb, nachdem es in die Algen getreten war. Darum wird jetzt der Grad der Gesundheitsgefährdung für über 300 Menschen in diesem Gebiet untersucht.

        All das wird noch durch die Tatsache verschlimmert, dass es für tierische Abfallprodukte keine gesetzlichen Regelungen gibt. Das heißt, es gibt keinerlei Handhabe, um diese Fälle von Kontamination zu stoppen, die für eine enorme Anzahl von Tieren und Menschen krankheitsverursachend oder sogar todbringend sein können.

        (Für weitere Beispiele von Umweltverschmutzung durch tierische Abfallprodukte siehe auch Anhang 9.)


        Verringerung der durch Klimawandel bedingten Ausgaben und Gesundheitskosten


        Billionen sparen bei der Abschwächung des Klimawandels

        Führende Politiker betrachten mit Sorge die Kosten für die Abschwächung des Klimawandels. Doch die gute Nachricht ist, dass wir diese Kosten um die Hälfte oder mehr reduzieren könnten, wenn die Welt auf eine tierfreie Ernährung umsteigen würde. Das heißt, wir würden dadurch zig Billionen USD einsparen.

        • Die Kosten des Klimawandels

        „In einer Studie der Europäischen Kommission wird geschätzt, dass der Klimawandel bis zu 74 Billionen USD kosten könnte. Das Ansteigen des Meeresspiegels um einen Meter würde die Sturmschäden an Gebäuden um 1,5 Billionen USD in die Höhe treiben.“95
        – Die Umweltwissenschaftler F. Ackerman und E. Stanton

        „Die Kosten des Nichthandelns könnten bis 2100 für Japan auf 176 Milliarden USD jährlich ansteigen.“96
        – Prof. Nobuo Mimura und Kollegen

        • Einsparungsmöglichkeiten durch eine vegane Ernährung

        „Durch die weltweite Umstellung auf eine vegane Ernährung könnten bis zum Jahr 2050 80 % (32 Billionen USD) der geschätzten 40 Billionen USD Kosten für die Abschwächung des Klimawandels eingespart werden.“97
        – Elke Stehfest von der Netherlands Environmental Assessment Agency

        Die Minimierung der Gesundheitsausgaben

        Die gesundheitlichen Risiken des Fleischkonsums werden heutzutage immer offenkundiger. Nutztiere bekommen routinemäßig exzessive Mengen von Hormonen und Antibiotika, die dann wiederum – wenn sie in Form von Fleisch konsumiert werden – die menschliche Gesundheit gefährden können.

        In Schlachthäusern treten auch toxische Nebenprodukte wie Ammoniak und Schwefelwasserstoff auf. Diese giftigen Substanzen haben infolge ihrer extremen Toxizität Todesfälle unter den Arbeitern nach sich gezogen.

        Das sogenannte Nahrungsmittel Fleisch gehört einfach zum Ungesündesten, Giftigsten und Unhygienischsten, was ein Mensch überhaupt zu sich nehmen kann. Wenn uns unsere Gesundheit und unser Leben lieb und teuer ist, sollten wir überhaupt nie Fleisch essen. Ohne Fleisch leben wir länger, ohne Fleisch sind wir gesünder und weiser.

        Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Fleisch alle möglichen Arten von Krebs sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schlaganfall und Fettsucht verursacht. Die Liste ließe sich endlos weiter fortsetzen. Durch all diese Krankheiten sterben jedes Jahr Millionen von Menschen. Abermillionen Menschen sterben an durch Fleisch verursachten Krankheiten; und Millionen tragen ernsthafte Erkrankungen oder auch Behinderungen davon. Eine Ernährung mit Fleisch führt zu Tragödien ohne Ende. Angesichts all der wissenschaftlichen und medizinischen Beweise sollten wir inzwischen darüber Bescheid wissen.

        Wir haben noch nicht einmal erwähnt, in welchem Schmutz, in welcher Beengtheit die Tiere bis zu ihrer Schlachtung gehalten werden, was die Übertragung von Krankheiten wie die Schweinegrippe begünstigt. Tatsache ist, dass einige durch Fleisch übertragene Krankheiten, wie die menschliche Form des Rinderwahnsinns, tragischerweise in jedem Fall tödlich enden. Jedem, der am Rinderwahnsinn erkrankt, ist ein trauriges und kummervolles Ende gewiss. Andere Krankheitskeime, wie zum Beispiel E.-coli-Bakterien, Salmonellen etc., können ebenfalls ernsthafte Gesundheitsprobleme oder Langzeitschäden verursachen und führen manchmal auch zum Tod.

        In einer veganen Welt gäbe es keine traurigen Nachrichten mehr über irgendjemandes Kind, das infolge von E.-coli-Bakterien – den tödlichen Bakterien, die ursprünglich fast immer von Nutztieren stammen – an einem Gehirnschaden oder einer Lähmung gestorben ist. Es gäbe keinen Kummer mehr wegen einer tödlichen Schweinegrippepandemie oder Rinderwahnsinn, Krebs, Diabetes, Schlaganfällen und Herzinfarkten, Salmonellen, Ebola etc., etc. Sogar AIDS, das wir so sehr fürchten, stammt ursprünglich von der Jagd auf zum Verzehr bestimmte Tiere. Tierkrankheiten infolge der entsetzlichen vor Schmutz starrenden Umgebung der Nutztiere sind verantwortlich für 75 % aller neu entstehenden Infektionskrankheiten bei Menschen.

        Sogar Milch, die von Amts wegen als gesund für uns gilt, ist im Gegenteil ein Gift und verursacht Krankheiten (und natürlich auch finanzielle Verluste). Hier einige Beispiele: Bakterien und Mikroben, Pestizide und Enzyme im Käse, die aus der Magenschleimhaut anderer Tiere stammen; Brust-, Prostata- und Hodenkrebs von Hormonen in der Milch; Listerien und Morbus Crohn; Hormone und gesättigte Fettsäuren, die zu Osteoporose, Fettleibigkeit, Diabetes und Herzkrankheiten führen.

        • Von Fleisch- und Milchprodukten verursachte Krankheitskosten

        Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten im Jahr 2010
        Kosten von 503,2 Milliarden USD.98
        Die Behandlung von Krebs kostet jährlich 6,5 Milliarden USD.
        Die Behandlung von Diabetes kostet jedes Jahr 174 Milliarden USD.
        Die Behandlung einzelner übergewichtiger Menschen
        kostet jährlich 93 Milliarden USD.99


        Zeit gewinnen für grüne Technologien


        Wir können das CO2 nicht so schnell stoppen, denn wir haben bis jetzt noch keine anderen technologischen Erfindungen, um die vorhandenen zu ersetzen. Wie viele Elektroautos sieht man bis jetzt auf den Straßen der USA? Wie viel CO2 wird dadurch eingespart? Nicht viel. Aber die Verseuchung mit Methan stammt aus der Nutztierhaltung. Mit ihrer Eindämmung gibt es also keine weitere Erderwärmung!

        Es gibt bereits eine fortgeschrittene wissenschaftliche Methode, durch die CO2 gebunden und mit Meerwasser vermischt wird, um Zement herzustellen. Dadurch wird auch das CO2 reduziert, das bei anderen Methoden der Zementherstellung verwendet wird, ebenso wie das neue CO2, das durch die Luftverschmutzung entsteht. Allerdings braucht jede Technologie sehr lange, bis sie entwickelt und auf dem Markt ist.

        Dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zufolge können Naturlandschaften wie Weideland und Wald effektiver für die Absorption von CO2 genutzt werden als Technologien, die Kohlenstoff binden. Außerdem sind diese riskant, denke ich. Das Verfahren ist noch nicht getestet worden. Was ist, wenn der Kohlenstoff in einer so hohen Konzentration zurück in die Atmosphäre entweicht? Wenn wir den Kohlenstoff Jahr für Jahr binden, über 10, 20, 30 Jahre hinweg, und dann passiert etwas und der Kohlenstoff entweicht, was machen wir dann?

        Wenn wir uns vegan ernähren, essen wir, was am besten ist für die Gesundheit, für die Tiere, für die Umwelt; und die Natur wird das Übrige tun, um das Gleichgewicht wiederherzustellen zur Rettung unserer Welt.100

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